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Bauvorhaben Offenbach Vespermann

Auf dem Ehemaligen Betriebsgelände der Firma Vespermann liegen Teerölverunreinigungen in Boden und Grundwasser vor. Diese sollen aus einer verbauten Baugrube bis 9 m unter Gelände ausgebaggert werden. Dazu werden Stahlspundbohlen eingerammt. Zunächst wird jedoch zum Schutz des Wohnhauses eine Proberammung ausgeführt, damit die Bausubstanz nicht durch zu starke Erschütterungen geschädigt wird.

Edermünde-Grifte - neue Grundwassermessstelle

In dem Projekt Edermünde-Grifte, Bitumwerk Dr. Riehm wurde eine neue Grundwassermessstelle errichtet. Dies fand in der Goethestraße statt und ist für die Erkundung der Fahne wichtig.

Auf dem Foto sieht man den Zeitpunkt der Errichtung der Grundwassermessstelle.

Richelsdorf, Kupferhütte - Weitere Untersuchungen stehen an!Richelsdorf, Kupferhütte - Weitere Untersuchungen stehen an!

In Richelsdorf sind weitere Untersuchungen zur Aufnahme und Bewertung der Schadstoffdepots wie auch der Transport- und Festlegungsprozesse im Grundwasser erforderlich.

Hierfür wurde das bestehende Messstellennetz vom westlichen Ortsrand bis ca. in die Ortsmitte von Richelsdorf erweitert. Insgesamt wurden vier neue Grundwassermessstellen hergestellt.

Die Fotos zeigen die Errichtung der Grundwassermessstellen.

Großkrotzenburg, Deponie Eisert - Naturschutzrechtliche AusgleichsmaßnahmenGroßkrotzenburg, Deponie Eisert - Naturschutzrechtliche Ausgleichsmaßnahmen

Im Vorfeld des Baus der Arbeitsebene auf der Deponie Eisert bei Großkrotzenburg wurden naturschutzrechtliche Ausgleichsmaßnahmen umgesetzt.

Die Fotos zeigen die Eidechsen sowie Ansichten der Echsenhabitate, d.h. eingezäunte Bereiche, in welche die Echsen zwangsumgesiedelt wurden.

Nachlese Altlastensymposium 2014

Altlastensanierung ist Investition in die Zukunft / Hessen hat viel an Boden gut gemacht / Reduktion der Flächeninanspruchnahme und vorsorgender Bodenschutz sind Gebot der Stunde

 

Als Investition in die Zukunft bezeichnete Hessens Umweltstaatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser die Sanierung von Altlasten am 20. März 2014 bei der Eröffnung des Altlastensymposiums 2014, das der Ingenieurtechnische Verband für Altlastenmanagement und Flächenrecycling e.V. (ITVA) und die HIM GmbH, Bereich Altlastensanierung - HIM ASG - am 20. und 21. März in Fulda veranstaltet haben. “Hessen hat bei der Altlastensanierung viel Boden gut gemacht - das Thema bewohnte Altlasten gehört weitgehend der Vergangenheit an. Mit den vom Land Hessen von 1990 bis einschließlich 2013 für die Sanierung von Rüstungs- und gewerblichen Altlasten bereitgestellten Mitteln von zusammen mehr als 600 Mio. € wurden in den letzten 23 Jahren über 4.000 Tonnen Schadstoffe aus dem Boden und dem Grundwasser entfernt und dabei eine Fläche von über 5.000.000 m² Boden einer Wiedernutzung zugeführt“, betonte die Staatssekretärin vor den rd. 400 TeilnehmerInnen. „Mit der Strategie der zügigen Altlastensanierung hat Hessen seit 1989 eine Vorreiterrolle übernommen.“

 

Die zügige Sanierung von industriellen Altlaststandorten und Verkehrsbrachen beseitigt Investitionshemmnisse, schafft Arbeitsplätze, erhöht den Gesundheitsschutz und gibt Impulse für städtebauliche Entwicklungen und dient dem Gesundheits- und Umweltschutz. Der Verbrauch an Freiflächen für Verkehrs- und Siedlungszwecke wird vermindert. Die Reduzierung der Flächeninanspruchnahme von noch immer rund 74 Hektar täglich ist eine besondere Herausforderung der Umweltpolitik auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene. Unter dem Motto „Flächenverbrauch - wird jetzt gehandelt?“ wurden Chancen, Grenzen und Risiken des Flächenzertifikatehandels, mit Repräsentanten aus unterschiedlichen Bereichen diskutiert.

 

Rechtliche Aspekte, Erkundung und Sanierung von Altlasten sowie Sanierungsmanagement waren weitere Schwerpunktthemen. Behandelt wurden Bodenschutz im Spannungsfeld von Umwelt- und Naturschutzrecht, erste Erfahrungen der Industrie bei der Umsetzung der Industrieemissionenrichtlinie (IED), die aktuelle Praxis des zivilrechtlichen Umgangs mit Altlasten, langjährige Erfahrungen zur Grundwassersanierung, hydraulische Sicherung von Rüstungsaltstandorten, Aspekte der Qualitätssicherung, Möglichkeiten und Grenzen hochauflösender Untersuchungen des Untergrundes, Erfahrungen bei der Sanierung bewohnter Altlasten, Aspekte des vorsorgenden Bodenschutzes, die Berücksichtigung des Naturschutzes bei der Entwicklung von Industriebrachen und die bisherigen Betriebserfahrungen bei der Sanierung der Sondermülldeponie Bonfol.

 

Auch wenn Deutschland gut aufgestellt ist und bei der Altlastensanierung schon viel erreicht wurde – die Diskussionen der EntscheidungsträgerInnen, Fachleute und BearbeiterInnen aus den Bereichen Flächenrecycling und Altlastenmanagement zeigten, dass noch eine Vielzahl von Aufgaben auf die Beteiligten wartet, bevor das Thema „abgehakt“ werden kann.

 

Flächenrecycling nimmt eine Schlüsselfunktion für die Altlastensanierung ein. Mit bedarfs- und nutzungsbezogenen Sanierungen kontaminierte Brachflächen wieder dem Wirtschaftskreislauf zuzuführen und damit dem Druck auf die „Grüne Wiese“ entgegenzuwirken, ist ein Gebot der Zukunft. Durch die Wiedernutzung einer Brachfläche kann dabei eine Rendite erzielt werden, die den Aufwand für die Sanierung aufwiegt oder zumindest mindert. Der Handel von Flächenausweisungszertifikaten kann einen wesentlichen Beitrag zur Reduktion der Flächenneuinanspruchnahme, die noch immer bei 74 ha pro Tag und damit deutlich über dem 30-ha-Ziel der Bundesregierung liegt, leisten.

 

Altlastensymposium 2014Altlastensymposium 2014

Der ITVA und dieHIM GmbH, Bereich Altlastensanierung - HIM-ASG -veranstalten vom 20. - 21.03.2014 im MARITIM Hotel am Schlossgarten Fulda das Altlastensymposium 2014.

Das Programmkomitee hat auch in diesem Jahr ein attraktives Programm zusammengestellt. Begleitend findet eine Fachaussstellung statt.Weitere Einzelheiten können Sie dem Programmflyer entnehmen

DAS SYMPOSIUM
Aktuelle rechtliche Aspekte des Boden- und Grundwasser-schutzes bilden den Auftakt des Altlastensymposiums 2014. Am Beispiel des Flächenrecyclings wird der Bodenschutz im Spannungsfeld von Umwelt- und Naturschutzrecht dargestellt. In Kurzstatements wird über erste Erfahrungen der Industrie bei der Umsetzung der Industrieemissionenrichtlinie (IED) berichtet. Anhand ausgewählter Gerichtsurteile soll ein Blick auf die aktuelle Praxis des zivilrechtlichen Umgangs mit Altlasten eröffnet werden.
Im Mittelpunkt des diesjährigen Symposiums steht das Thema Flächeninanspruchnahme. Der Flächenverbrauch gehört nach wie vor zu den bislang ungelösten Problemen in Deutschland. Noch immer werden täglich rund 74 Hektar als Siedlungs- und Verkehrsflächen neu ausgewiesen, und von dem von der Bundesregierung in ihrer nationalen Nachhaltigkeitsstrategie formulierten 30-ha-Ziel sind wir nach wie vor weit entfernt. Bürger und selbst politische Entscheidungsträger nehmen das umweltpolitisch brisante Thema kaum wahr. Daher mangelt es weithin am nötigen Problembewusstsein. Unter dem Motto „Flächenverbrauch – wird jetzt gehandelt?“ sollen nach einem Impulsreferat zum Flächenzertifikatehandel im Rahmen einer Podiumsdiskussion der aktuelle Sachstand und Möglichkeiten der Problemlösung, insbesondere die Chancen, Grenzen und Risiken des Zertifikatehandels, mit Repräsentanten aus unterschiedlichen Bereichen diskutiert werden.
Erkundung und Sanierung von Altlasten sowie Sanierungsmanagement sind weitere Schwerpunktthemen des Altlastensymposiums. Anhand von Praxisbeispielen wird über langjährige Erfahrungen zur Grundwassersanierung, den mikrobiellen Abbau von LCKW und die hydraulische Sicherung von Rüstungsaltstandorten berichtet. Im Themenblock „Erkundung“ werden Aspekte der Qualitätssicherung beleuchtet und Möglichkeiten und Grenzen hochauflösender Untersuchungen des Untergrundes zur Beurteilung der Sanierbarkeit von Grundwasserschäden aufgezeigt.
Im Rahmen des Schwerpunktes „Hochschule trifft Praxis“ werden aktuelle F&E-Beiträge vorgestellt.
Gegenstand des übergreifenden Themenschwerpunktes „Sanierungsmanagement“ sind Erfahrungen bei der Sanierung bewohnter Altlasten am Beispiel von Lampertheim-Neuschloss, Aspekte des vorsorgenden Bodenschutzes sowie ein Praxisbeispiel zur Berücksichtigung des Naturschutzes bei der Entwicklung von Industriebrachen. Einen Blick über die Grenze ermöglicht abschließend die Präsentation der bisherigen Betriebserfahrungen mit der Sanierung der Sondermülldeponie Bonfol.
Wir laden Eigentümer, Investoren und Projektentwickler, Vertreter aus der wirtschaftlichen, kommunalen und regionalen Praxis, Sanierungspflichtige sowie Akteure aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Forschung ein, sich an den spannenden Diskussionen zu beteiligen. Das Altlastensymposium 2014 ist die entscheidende Kommunikationsplattform des Jahres für alle Entscheidungsträger, Fachleute und Bearbeiter aus den Bereichen Flächenrecycling und Altlastenmanagement.
Unternehmen und Organisationen eröffnen sich im Rahmen der begleitenden Fachausstellung vielfältige Möglichkeiten, ihre Produkte und Leistungen zu präsentieren.

Zimmerreservierungen können unter www.tourismus-fulda.devorgenommen werden.

Auch wir haben mitgemacht beim Sauberhaften Hessen...Auch wir haben mitgemacht beim Sauberhaften Hessen...

Umweltschutz beginnt bei jedem Einzelnen - mit diesem Ansatz stärken das Hessische Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und der Förderverein Sauberhaftes Hessen e. V. erfolgreich Bürgerengagement und Umweltbewusstsein. Im Rahmen der Kampagne Sauberhaftes Hessen waren alle hessischen Unternehmen, die im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitspolitik aktiv Verantwortung für ihren Standort übernehmen, am 30.10.2013 zum "Sauberhaften Geschäftstag 2013" aufgerufen.

 

Auch die Mitarbeiter unseres Unternehmens setzten sich an diesem Tag aktiv für die Lebensqualität vor Ort ein und sammelten gemeinsam achtlos weggeworfene Abfälle.

Beim Sauberhaften Geschäftstag geht es aber nicht nur darum, Abfall aufzuheben: Die landesweite Umweltaktion soll die Mitmenschen zu einem umweltbewussteren Handeln und Denken anregen, so dass sie erst gar keine Abfälle mehr wegwerfen.

 

Sun., 01.09.2013 - Tue., 31.12.

Sanierung der ehemaligen chemischen Reinigung Kartmann in HerbornSanierung der ehemaligen chemischen Reinigung Kartmann in Herborn

Von September bis Dezember 2013 wird das Betriebsgelände der ehemaligen chemischen Reinigung Kartmann in Herborn saniert. Der Boden ist hier bis ca. 5,5 m Tiefe mit Lösemitteln verunreinigt und wird vollständig ausgehoben.

 

Dabei spielt die Sicherheit der Anwohner eine zentrale Rolle. Die gesamte Maßnahme wird hierfür innerhalb einer Einhausung mit einer permanenten Absaugung der Luft im Inneren der Einhausung und anschließender Reinigung durchgeführt. Der ausgehobene Boden wird mit LKW zu verschiedenen Deponien transportiert, die für die Ablagerung der belasteten Böden zugelassen sind.

 

Der Abtransport erfolgt über die Burger Landstraße.

 

Nach Abschluss der Sanierung steht die gesamte Fläche für eine Neubebauung zur Verfügung.

 

Die Mittel werden vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUELV) zur Verfügung gestellt. Verantwortlich für die Sanierung ist die HIM-ASG, der Sanierungsträger des Landes Hessen.

 

Boden gut gemacht...Boden gut gemacht...

... ist der Titel einer Dokumentation, die die Geschichte und Sanierung der Sprengstofffabrik Hessisch Lichtenau-Hirschhagen in Hessen schildert. Herausgeber der Dokumentation sind das Hessische Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUELV) und die HIM-ASG.

 

Im Zweiten Weltkrieg wurde in Hessisch Lichtenau Sprengstoff produziert. Nach Kriegsende wurden die Betriebsgebäude und     -anlagen teilweise demontiert und es siedelten sich neue Industriebetriebe und Wohngebäude an.

 

Mitte der 1980er-Jahre begannen umfangreiche Erkundungs-, Sicherungs- und Sanierungsarbeiten, um eine gefahrlose Nutzung der Fläche zu gewährleisten. Diese Arbeiten haben von den Anwohnerinnen und Anwohnern, aber auch von dem mit den Arbeiten beauftragten Fachpersonal Besonderes verlangt.

 

Die vielfältigen Aufgaben und Untersuchungen, die seinerzeit zum Teil vollkommenes Neuland darstellten und die heute Grundlagen für die Bearbeitung von Rüstungsstandorten darstellen, werden in der Dokumentation beschrieben. Sie gibt einen Überblick über alle Aspekte des Standortes.

 

Die Dokumentation ist über unseren Servicebereich erhältlich.

Tue., 01.01.2013

Das Projekt- und Bürgerbüro in Lampertheim ist umgezogen !Das Projekt- und Bürgerbüro in Lampertheim ist umgezogen !

Das Projekt- und Bürgerbüro in der Forsthausstraße hat zum Jahresende seine Pforten geschlossen und befindet sich nach dem Umzug jetzt im Erlenweg 4.

 

Mit der Adresse haben sich auch die Telefonnummern geändert:

 

Das Projektbüro erreichen Sie jetzt unter der Nummer 0 62 06 / 95 47 74 und

das Bürgerbüro unter der Nummer 0 62 06 / 95 47 76

HIM startet Sanierungsphase II für Quecksilber-Altlast in Frankfurt-Griesheim

Von September 2012 bis Juli 2013 wird das ehemalige Betriebsgelände der Firma Elwenn & Frankenbach zwischen Ernst-Wiss-Straße und In der Schildwacht in Frankfurt-Griesheim saniert, dessen Boden massiv mit Quecksilber verunreinigt ist. Dabei spielt die Sicherheit der Anwohner eine zentrale Rolle. Die Mittel in Höhe von ca. 2,5 Mio. Euro werden vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUELV) zur Verfügung gestellt. Verantwortlich für die Sanierung ist die HIM-ASG, der Sanierungsträger des Landes Hessen.

Das Sanierungskonzept

Der Sanierungsplan sieht vor, zunächst die tief im Grundwasser liegenden Belastungsschwerpunkte durch eine umlaufende Dichtwand zu sichern und im zweiten Schritt die oberflächennahen Schadstoffe durch Aushub zu entfernen.

Die Dichtwand mit einer Gesamtlänge von 112 m wurde 2002 errichtet.

Für die Sanierungsphase 2 ist auf der gesamten Fläche ein Bodenaushub bis in 1 m Tiefe sowie in einzelnen Bereichen bis in eine Tiefe von 3 m vorgesehen.

Der Aushub durch konventionelle Baumaschinen (Bagger, Radlader) wird überwiegend in Zelten erfolgen. Dadurch wird die Ausbreitung von quecksilberhaltigen Stäuben und Ausgasungen verhindert. Die gefasste kontaminierte Luft wird in einer Aktivkohleanlage aufbereitet und über einen Schornstein an die Umgebung abgegeben. Die gereinigte Luft wird regelmäßig durch Messungen kontrolliert.

Der tiefreichend kontaminierte Boden außerhalb des Dichtungstopfes wird durch Großbohrungen (ca. 120 cm Durchmesser) ausgehoben. Da diese Arbeiten aus technischen Gründen nicht in einem Zelt stattfinden können, wird hier die Luft direkt am Bohrloch abgesaugt.

Der ausgehobene Boden wird mit LKW zu verschiedenen Deponien transportiert, die für die Ablagerung der belasteten Böden zugelassen sind. Der Abtransport erfolgt sowohl über die Ernst-Wiss-Straßeals auch In der Schildwacht.

Nach Abschluss des Bodenaustauschs erhält die Fläche eine Oberflächenabdichtung aus Asphalt.

Die Geschichte

Die Firma Elwenn & Frankenbach wurde am 14.11.1969 gegründet und betrieb bis zum Jahre 1986 auf dem Gelände eine Aufbereitung von quecksilberhaltigen Rückständen und Industrieabfällen, wie Batterien, Schlämme, Leuchtröhren, Reste aus elektrischen Anlagen, Salze, Laugen, Säuren, Putzmittel und dergleichen. Ab 1987 erfolgte die Liquidation der Firma.

1989 wurden die Produktionsgebäude abgerissen und die geräumte Betriebsfläche auf Grund entstandener Boden- und Grundwasserverunreinigungen mit einer Schwarzdecke versiegelt. Es folgten Ermittlungen der Kriminalpolizei Frankfurt und Strafverfahren gegen die mutmaßlichen Verursacher.

1990 ging die Verantwortlichkeit vom Umweltamt der Stadt Frankfurt an das RP Darmstadt über. Dieses beauftragte 1992 den Bereich Altlastensanierung der HIM GmbH als Sanierungsträger mit der Vorbereitung und Durchführungder Sanierung.

Bisherige Untersuchungen

Erste Untersuchungen erfolgten bereits im Jahre 1987. Im Jahre 1988 erließ das Ordnungsamt der Stadt Frankfurt eine Verfügung zur Erkundung des Grundwassers, da der Verdacht der Grundwasserverunreinigung durch defekte Kanalleitungen bestand.

Im Oktober 1989 wurden sowohl auf dem Firmengelände als auch im Umfeld Grundwassermessstellen errichtet und Erkundungsbohrungen niedergebracht.

Bei den Untersuchungen wurden Belastungen zwischen ca. 1 mg/kg und ca. 50.000 mg/kg Quecksilber sowie einzelne Schwerpunkte mit tief reichenden Verunreinigungen (bis 28 m) festgestellt.

Die Quecksilber-Konzentrationen im Grundwasser innerhalb des Betriebsgeländes wurden bei einer Messstelle mit bis zu 30g/l analysiert. Bei den restlichen Messstellen innerhalb des Geländes wurde eine deutlich geringere Konzentration und bei den im Abstrom des Geländes liegenden Messstellen, Gehalte unter 2 g/l ermittelt wurden.

Wed., 04.07.2012

Abschluss der Sanierung der Altlast „Lembach & Schleicher“ in WiesbadenAbschluss der Sanierung der Altlast „Lembach & Schleicher“ in Wiesbaden

Staatsekretär Weinmeister zeigte sich sehr erfreut darüber, dass die Bodensanierung der Altlast „Lembach & Schleicher“ in Wiesbaden innerhalb von 8 Monaten abgeschlossen werden konnte. „Neben dem Schutz von Mensch und Umwelt, konnten auch Entwicklungsmöglichkeiten für die Fa. Kreussler geschaffen werden“, äußerte sich Staatsekretär Weinmeister bei der Abschlussveranstaltung vor Ort.

Im Sommer 2011 wurde mit der Umsetzung der Maßnahmen zur Bodensanierung begonnen. Im Zuge dieser Maßnahmen wurden die hochkontaminierten Bereiche, die auf einer Fläche von ca. 900 m² mit etwa 31 t Arsen belastet waren, planmäßig bis in eine Aushubtiefe: ca. 5,5 m ausgehoben. „Zur Kostenminimierung kamen bei der Bauwasserreinigung viele Bauteile und Verfahrenskomponenten (Filter, Behälter oder Container) zum Einsatz, die auch heute bei der laufenden Grundwassersanierung eingesetzt werden“ erläuterte Staatssekretär Weinmeister.

Die im Zuge der Bodensanierung ausgehobenen Bereiche werden mit unbelastetem Bodenmaterial wiederverfüllt. Bei der Wiederverfüllung wurden in der Baugrube Erdwärmekörbe installiert, die der geothermischen Nutzung des oberflächennahen Grundwassers dienen. Die Erdwärmekörbe wurden in das Heizungssystem des heute ansässigen Unternehmens eingebunden und tragen auf diese Weise dazu bei, natürliche Ressourcen kostengünstig und nachhaltig zu nutzen.
Nach dem erfolgreichen Abschluss der Bodensanierung Ende 2011 wird seit Anfang 2012 eine hydraulische Grundwassersanierung auf dem Standort betrieben, die zur Entfernung von Restbelastungen aus dem Grundwasser dient. Im Rahmen der Grundwassersanierung, die noch voraussichtlich 10 Jahre betrieben werden muss, wird über mehrere Brunnen arsenhaltiges Grundwasser gefördert, in einer Wasseraufbereitungsanlage gereinigt und über eine Rohrleitung in den Rhein abgeleitet. Die Investitionskosten und die jährlichen Betriebskosten der Grundwassersanierungsanlage werden anteilig und entsprechend der abgereinigten Schadstoffmengen zwischen dem Land Hessen und den beiden Sanierungspflichtigen (Stadt Wiesbaden und der Fa. Schleussner) abgerechnet.
„Zur erfolgreichen Durchführung der Bodensanierung wurden einschließlich Entsorgungs- und Überwachungsleistungen sowie Investitionskosten für die Grundwassersanierungsanlage vom Land Hessen Finanzmittel in Höhe von rd. 3,78 Mio. € zur Verfügung gestellt. Damit wurde der im Vorfeld der Sanierungsmaßnahmen veranschlagte Kostenrahmen eingehalten. Für den Betrieb der nachlaufenden Grundwassersanierung werden ab 2012 zusätzliche Kosten in Höhe von rd. 100 T€ pro Jahr anfallen“ sagte Staatssekretär Weinmeister zum Abschluss.
 
Regierungspräsidium Darmstadt, Abteilung Arbeitsschutz und Umwelt Wiesbaden als zuständige Behörde hat die notwendigen Genehmigungen erteilt. Zur Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen wurde Anfang 2011 die HIM GmbH in Biebesheim, als Träger der Altlastensanierung in Hessen, beauftragt.
Hintergrund:
Auf dem Gelände der ehemaligen „Chemischen Fabrik Lembach & Schleicher“ wurden Mitte der 90er Jahre erstmals umfangreiche Kontaminationen des Bodens und des Grundwassers mit Arsen festgestellt. Eine Recherche zur historischen Nutzung des Geländes ergab, dass auf dem Altstandort eine ehemalige Anilinfabrik ansässig war. In den Jahren 1870 bis 1919 wurde hier eine „Fuchsin-Schmelze“ zur Herstellung des Rotfarbstoffes Fuchsin betrieben. Innerhalb des Produktionsprozesses wurden Arsen bzw. arsenhaltige Säure eingesetzt. Der Betrieb der Chemischen Fabrik wurde 1919 eingestellt und die Betriebsgebäude weitestgehend abgerissen. Ab 1927 wurde das Gelände nach und nach wieder bebaut.

Pilot-Feldversuch mittels THERIS-Verfahren (thermische Bodensanierung als innovatives Verfahren)Pilot-Feldversuch mittels THERIS-Verfahren (thermische Bodensanierung als innovatives Verfahren)

Im Projekt Idstein, Lederfabrik Berninger wurde ein Pilotversuch zur thermischen In-Situ-Sanierung mit dem THERIS©-Verfahren durchgeführt. Bei THERIS© handelt es sich um ein Verfahren zur In-Situ-Sanierung der ungesättigten Bodenzone mit festen Wärmequellen, die eine Verkürzung der Sanierungszeit der sog. „kalten“ Bodenluftabsaugung infolge Austragssteigerung anstrebt. Dabei wird der Boden mittels über Temperaturdetektoren gesteuerte Wärmesonden auf ca. 100 °C aufgeheizt und die erwärmte Bodenluft konventionell über Pegel abgesaugt. Im Rahmen des Pilotversuches wurden im Versuchszeitraum Oktober 2010 bis Januar 2011 in der abgesaugten Bodenluft LHKW-Konzentrationen bis zu 2.500 mg/m³ gemessen und ca. 18 kg LHKW ausgetragen. Die Erfolgskontrolle und eine Gesamtbetrachtung der Wirksamkeit des Pilotversuchs auf dem Gelände der Lederfabrik sind für März 2011 geplant.

 

Lampertheim-Neuschloß: WinterstopLampertheim-Neuschloß: Winterstop

Bereits im Januar diesen Jahres musste die Sanierung wegen Schnee und Kälte für ca. 4 Wochen unterbrochen werden. Nun haben wir die zweite Unterbrechung: Seit 08.12.2010 sind nahezu alle Arbeiten innerhalb den Wiederherstellungsbaustellen im  
4. Sanierungsabschnitt und die Aushub- und Verfüllarbeiten im Bereich der Baustelle 5.1 (5. Sanierungsabschnitt) eingestellt.

 
Schnee und klirrende Kälte verhindern einen sachgerechten Einbau von Verfüllboden, lassen eine gesicherte Abfuhr von kontaminiertem Bodenmaterial über Bundesstraßen und Autobahn nicht zu und verhindern das Reinigen der abfahrenden Sattelzüge über die Reifenwaschanlage. Weiterhin kann im Bereich des 4. Sanierungsabschnittes die Wiederherstellung der Nebengebäude, insbesondere Verputz- und Mauerarbeiten sowie die Gestaltung der Gärten - Verlegen von Rollrasen, Herstellung der Unterbodens, Bepflanzungen - nicht mehr ausgeführt werden. Ein Ende der Schnee-/Frostzeit ist derzeit noch nicht absehbar.
 

Mon., 22.11.2010 - Tue., 23.11.

Symposium "Strategien zur Boden- und Grundwassersanierung"

DECHEMA-Haus, Frankfurt am Main

Die HIM-ASG ist im Vorbereitungskomitee vertreten und Mitveranstalter

 

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Oberursel, ehemaliges Gaswerk: Abschluss der SanierungOberursel, ehemaliges Gaswerk: Abschluss der Sanierung

Die Sanierung des Kleingaswerkes der ehemaligen "Aktiengesellschaft für Spinnerei und Weberei an der Hohen Mark" in Oberursel wurde nach 12 Wochen Bauzeit abgeschlossen. Innerhalb dieser Bauzeit wurden im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUELV) auf einer Fläche von 1.200 m² bis in eine max. Tiefe von 8,5 m rund 15.000 t verunreinigter Boden ausgehoben und fachgerecht entsorgt. Dabei wurden rund 18 t Schadstoffe, bestehend aus einem Gemisch von gaswerkstypischen Schadstoffen wie PAK, MKW und BTEX, entfernt. Zudem wurde die ehemalige, ca. 60 m³ unmfassende Grube mit Teerölen beseitigt.

 

Tue., 14.09.2010

Abschluss der Sanierungsmaßnahme "ehemaliges Gaswerk" in OberurselAbschluss der Sanierungsmaßnahme "ehemaliges Gaswerk" in Oberursel

Zum erfolgreichen Abschluss der Sanierung des "ehemaligen Gaswerks" in Oberursel mit Aufhebung der Altlast durch das

Regierungspräsidium findet eine Abschlussveranstaltung

 

am 14. September 2010, 15.30 h in der Alfred-Lechler-Straße 16 in Oberursel

 

statt, an der Herr Regierungspräsident Johannes Baron teilnehmen wird.

 

Den Ablauf der Veranstaltung können Sie dem nachfolgenden Programm entnehmen.

Wed., 02.06.2010

Fachveranstaltung in Stadtallendorf: Boden gut gemacht - 20 Jahre Altlastensanierung in Hessen Fachveranstaltung in Stadtallendorf: Boden gut gemacht - 20 Jahre Altlastensanierung in Hessen

Unter dem Motto „Boden gut gemacht - 20 Jahre Altlastensanierung in Hessen - 20 Jahre HIM-ASG“ laden das Hessische Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und die HIM GmbH, Bereich Altlastensanierung am 02.06.2010 zu einer Fachveranstaltung nach Stadtallendorf ein.

Der Bereich Altlastensanierung (HIM-ASG) blickt 2010 auf 20 Jahre erfolgreiche Geschäftstätigkeit zurück. Anlass, das bisher Erreichte zu bilanzieren, über anstehende Aufgaben zu sprechen und neue Randbedingungen und Perspektiven zu diskutieren.

In 20 Jahren wurde viel Boden gut gemacht. So wurden z.B. die Bodensanierungen im bewohnten Bereich der Rüstungsaltstandorte Stadtallendorf und Hessisch Lichtenau abgeschlossen. Auch die Sanierung der bewohnten Altlast in Lampertheim-Neuschloss geht zügig dem Ende entgegen. Doch es zeigt sich, dass weiterhin eine Vielzahl von kleineren Sanierungsmaßahmen auf alle Beteiligten warten und das Thema Altlasten in Hessen noch nicht abgehakt werden kann. Die Eröffnung der Veranstaltung durch die hessische Staatsministerin Silke Lautenschläger verdeutlicht den hohen Stellenwert, den die Altlastensanierung in der Umweltpolitik des Landes Hessen hat.

Vertreter des Landes Hessen, des Regierungspräsidiums Gießen, der Stadt Lampertheim und der HIM-ASG werden jeweils aus ihrer Sicht über Erfahrungen und Erfolgsfaktoren berichten und eine Bilanz nach 20 Jahren Altlastensanierung in Hessen ziehen.

Der Blick über die Landesgrenzen (nach Bayern), aber auch in das benachbarte Ausland (Schweiz) ergänzt das Bild.

Mit Beiträgen zur Nachhaltigkeit und zum Flächenrecycling wird die künftige inhaltliche Ausrichtung des Arbeitsfeldes Altlastensanierung thematisiert.

Presse

Beitrag in der TerraTech 3/2010
TerraTech_3_2010.pdf[457 KB]

 

Beitrag im ITVA-Altlastensprektrum 4/2010
Altlastenspektrum_04_2010.pdf[687 KB]

Vortragsprogramm