Aktuelles

Di., 01.01.2013

Das Projekt- und Bürgerbüro in Lampertheim ist umgezogen !Das Projekt- und Bürgerbüro in Lampertheim ist umgezogen !

Das Projekt- und Bürgerbüro in der Forsthausstraße hat zum Jahresende seine Pforten geschlossen und befindet sich nach dem Umzug jetzt im Erlenweg 4.

 

Mit der Adresse haben sich auch die Telefonnummern geändert:

 

Das Projektbüro erreichen Sie jetzt unter der Nummer 0 62 06 / 95 47 74 und

das Bürgerbüro unter der Nummer 0 62 06 / 95 47 76

Mo., 03.09.2012 - Mi., 31.07.

HIM startet Sanierungsphase II für Quecksilber-Altlast in Frankfurt-Griesheim

Von September 2012 bis Juli 2013 wird das ehemalige Betriebsgelände der Firma Elwenn & Frankenbach zwischen Ernst-Wiss-Straße und In der Schildwacht in Frankfurt-Griesheim saniert, dessen Boden massiv mit Quecksilber verunreinigt ist. Dabei spielt die Sicherheit der Anwohner eine zentrale Rolle. Die Mittel in Höhe von ca. 2,5 Mio. Euro werden vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUELV) zur Verfügung gestellt. Verantwortlich für die Sanierung ist die HIM-ASG, der Sanierungsträger des Landes Hessen.

 

Das Sanierungskonzept

 

Der Sanierungsplan sieht vor, zunächst die tief im Grundwasser liegenden Belastungsschwerpunkte durch eine umlaufende Dichtwand zu sichern und im zweiten Schritt die oberflächennahen Schadstoffe durch Aushub zu entfernen.

Die Dichtwand mit einer Gesamtlänge von 112 m wurde 2002 errichtet.

Für die Sanierungsphase 2 ist auf der gesamten Fläche ein Bodenaushub bis in 1 m Tiefe sowie in einzelnen Bereichen bis in eine Tiefe von 3 m vorgesehen.

Der Aushub durch konventionelle Baumaschinen (Bagger, Radlader) wird überwiegend in Zelten erfolgen. Dadurch wird die Ausbreitung von quecksilberhaltigen Stäuben und Ausgasungen verhindert. Die gefasste kontaminierte Luft wird in einer Aktivkohleanlage aufbereitet und über einen Schornstein an die Umgebung abgegeben. Die gereinigte Luft wird regelmäßig durch Messungen kontrolliert.

Der tiefreichend kontaminierte Boden außerhalb des Dichtungstopfes wird durch Großbohrungen (ca. 120 cm Durchmesser) ausgehoben. Da diese Arbeiten aus technischen Gründen nicht in einem Zelt stattfinden können, wird hier die Luft direkt am Bohrloch abgesaugt.

Der ausgehobene Boden wird mit LKW zu verschiedenen Deponien transportiert, die für die Ablagerung der belasteten Böden zugelassen sind. Der Abtransport erfolgt sowohl über die Ernst-Wiss-Straße als auch In der Schildwacht.

Nach Abschluss des Bodenaustauschs erhält die Fläche eine Oberflächenabdichtung aus Asphalt.

 

Die Geschichte

 

Die Firma Elwenn & Frankenbach wurde am 14.11.1969 gegründet und betrieb bis zum Jahre 1986 auf dem Gelände eine Aufbereitung von quecksilberhaltigen Rückständen und Industrieabfällen, wie Batterien, Schlämme, Leuchtröhren, Reste aus elektrischen Anlagen, Salze, Laugen, Säuren, Putzmittel und dergleichen. Ab 1987 erfolgte die Liquidation der Firma.

1989 wurden die Produktionsgebäude abgerissen und die geräumte Betriebsfläche auf Grund entstandener Boden- und Grundwasserverunreini­gungen mit einer Schwarzdecke versiegelt. Es folgten Ermittlungen der Kriminalpolizei Frankfurt und Strafverfahren gegen die mutmaßlichen Verursacher.

1990 ging die Verantwortlichkeit vom Umweltamt der Stadt Frankfurt an das RP Darmstadt über. Dieses beauftragte 1992 den Bereich Altlastensanierung der HIM GmbH als Sanierungsträger mit der Vorbereitung und Durchführung der Sanierung.

 

Bisherige Untersuchungen

 

Erste Untersuchungen erfolgten bereits im Jahre 1987. Im Jahre 1988 erließ das Ordnungsamt der Stadt Frankfurt eine Verfügung zur Erkundung des Grundwassers, da der Verdacht der Grundwasserverunreinigung durch defekte Kanalleitungen bestand.

Im Oktober 1989 wurden sowohl auf dem Firmengelände als auch im Umfeld Grundwassermessstellen errichtet und Erkundungsbohrungen niedergebracht.

Bei den Untersuchungen wurden Belastungen  zwischen ca. 1 mg/kg und ca. 50.000 mg/kg Quecksilber sowie einzelne Schwerpunkte mit tief reichenden Verunreinigungen (bis 28 m) festgestellt.

Die Quecksilber-Konzentrationen im Grundwasser innerhalb des Betriebsgeländes wurden bei einer Messstelle mit bis zu 30 µg/l analysiert. Bei den restlichen Messstellen innerhalb des Geländes wurde eine deutlich geringere Konzentration und bei den im Abstrom des Geländes liegenden Messstellen, Gehalte unter 2 µg/l ermittelt wurden.